3 Tage Bangkok: Ankunft, Unterkunft, Verkehr & mehr

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Die Zeit vor der Abreise nach Thailand erscheint uns nur sehr verschwommen. So viele last minute To-Dos, letzte Treffen mit denen die in Deutschland bleiben werden, Vorbereitungen, Erschöpfung, und Aufregung! 

Am Vorabend unseres Abflugs unterhielten wir uns noch lange mit Lars‘ Bruder und dessen Frau über die kommende Zeit, was uns selbst nachdenklich stimmte und inspirierte. Ob wir schon aufgeregt waren? Nö. Irgendwie nicht. Das kam erst mittags beim finalen Rucksackpacken (am Vortag wurde schon ausprobiert, ob alles von unserer Packliste denn auch reinpassen würde).

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Mit viel Zeitpuffer fuhren wir los nach Frankfurt, wo wir noch einen letzten Snack mit den Eltern am Flughafen einnahmen bevor es ans Gate ging. Alles klappte ganz mühelos und wir saßen schneller im Flieger der „Thai Airways“ als gedacht. Als wir etwa 3 Monate vor Abflug nach einer passenden Verbindung suchten stellten sich uns einige Fragen:

Das Resultat war dann eine gute Mischung. Unsere Fluggesellschaft würden wir definitiv als gehoben beschreiben und in guten 10 Stunden brachte sie uns direkt ins heiße Bangkok. Obwohl wir schon Flüge um die 11 Stunden und länger beide hinter uns hatten, kam uns dieser ziemlich angenehm und kurzweilig vor.

Eigenes Entertainmentsystem mit bestimmt 100 Filmen und Serien zur Auswahl, Musik, Spiele, sogar der Kamera am Flugzeug konnten wir zusehen. Für einen geringen Aufpreis konnten wir im Vorfeld sogar das vegane Menü auswählen, wodurch wir zwei leckere Mahlzeiten (Abendessen und Frühstück) serviert bekamen – natürlich vor allen anderen. Hier konnten wir auch unser „kòbkûn ká“ („danke“ auf Thai) üben.

Ankunft in Bangkok

Heiße Luft strömte uns entgegen als wir aus dem Flugzeug stiegen. Noch mit langen Klamotten vom Flug aus dem novemberlichen Deutschland spürten wir sofort den Umschwung. Nicht nur das Wetter war anders, die ganze Atmosphäre, die Menschen, einfach alles um uns herum. Es war zwar nur eine Flughafenhalle – aber wir waren gleich verzaubert und wussten, hier sind wir richtig.

Aufgrund der halbwegs durchzechten Nacht im Flugzeug suchten wir zunächst einen „Iced Coffee“ direkt am Flughafen. Natürlich mit Sojamilch. Wir bestellten gleich 3 verschiedene und teilten sie unter uns auf. An die 180 Baht (4,50 Euro) kosteten die hier, allerdings findet man wohl an keinem Flughafen besonders günstige Getränke – vor allem in westlich angehauchten Schuppen wie diesem.

Da wir noch keine SIM Karten und somit kein Internet hatten um uns zu unserer Unterkunft zu navigieren, beschlossen wir, uns von einem Taxi fahren zu lassen. Auf der Karte sah es nicht sehr weit aus… allerdings kannten wir da die Straßen und den Verkehr in Bangkok auch noch nicht. Etwa eine Stunde brauchten wir schlussendlich, auf 8-spurigen Autobahnen vorbei an Wolkenkratzern, ärmlichen Gegenden, und alles zwischendrin.

Als wir endlich unsere (doch sehr schweren) Rucksäcke im gebuchten Zweierzimmer eines Hostels abladen und duschen konnten, machten wir uns auf die Suche nach den zwei wichtigsten Dingen überhaupt: Internet und Essen!

Ersteres sollte durch SIM Karten in unseren Smartphones sichergestellt werden. Diese bekamen wir in der „Central World“ Shopping Mall, nur einen Spaziergang und 2 Stationen mit dem „Skytrain“ von uns entfernt. Hier fanden wir auch in dem großen Food Court Bereich unser erstes Essen in Bangkok! Zuerst setzten wir uns in ein traditionelles Thairestaurant dort und bestellten Pad Thai (gebratenes Gemüse mit Nudeln) und Reis mit Curry. Da uns die kleinen Portionen dort aber nicht wirklich satt machten, gingen wir gleich nebenan bei einem Inder zum zweiten Mal Abendessen! Die Menschen dort sprachen gut genug Englisch um unser Anliegen, rein pflanzliche Mahlzeiten zu wollen, verstehen zu können. Nicht selbstverständlich, wie sich später noch herausstellte!

Unsere erste Nacht im kleinen Hostelzimmer war nicht sehr erholsam. Nicht nur mit Jetlag hatten wir zu kämpfen, auch gab es viele Geräusche im Haus, das Bett war recht eng, wir mussten uns eine Decke teilen (was wir nicht gewohnt sind und bisher auch noch nicht gemeistert haben), Kissen waren sehr klein, die Matratze hart und vor allem wurde es sehr schnell heiß, sobald wir die Klimaanlage ausmachten. Wenn sie jedoch lief, war sie zu laut zum Schlafen. Das führte also zu kurzen Schlafeinheiten, unterbrochen von trinken, aufstehen, Air Conditioning anmachen, sich kurz austauschen und dann eine bessere Schlafposition finden, AC wieder aus und nächster Versuch.

Was wir in den 2 vollen Tagen unternahmen

Unsere Unterkunft war nicht sehr nah gelegen an den Hauptattraktionen und eher in einem Bankenviertel (Bang Rak). Wir beschlossen, einfach die Umgebung um uns zu erkunden anstatt die normale Tour an den ganzen Tempeln entlang zu machen. Auch wenn es auf der Karte nur wie ein Katzensprung aussieht – die Straßen in Bangkok ziehen sich ganz schön und es war doch gar nicht so easy, „einfach mal schnell hin“ zu laufen. Im Endeffekt blieben wir in einem Bezirk von etwa 6-7 km von unserem Hostel.

Lumpini Park

Der nächstgelegene Grünfleck. Einige Wege zum Spazieren oder Laufen gehen, ein paar Seen/Teiche. Hier haben wir im Schatten eine kleine Brise in der Mittaghitze genossen auf unserem Weg zur Mall.

Benchasiri Park

Unser kleiner Lieblingsort, da sehr schön angelegt. Nur eine kleine Wasserstelle, dafür schön bepflanzt, mit Outdoorgym und Spielplatz. Hier waren wir 2-3 Mal, da die Veganerie (meistgeliebtes Restaurant dort) genau um die Ecke war.

Benjakitti Park

Bestand fast nur aus einem großen See mit etwas Grün und einem Weg herum. Trotzdem eine kleine Oase zwischen den Schluchten von Wolkenkratzern und an 8-spurigen Straßen gelegen.

Veganerie Concept

Wie schon erwähnt, hier sind wir am liebsten Essen gegangen! Nicht nur die Gerichte waren phänomenal lecker, auch der ganze Laden lud zum Verweilen ein und war total stylish. Die Karte hatte etwas für jeden Geschmack und jede Situation! Bei unseren Besuchen entschieden wir uns für folgende Leckereien:

Alles was wir probierten war absolut himmlisch!

Broccoli Revolution

Von der Atmosphäre her war dieses, ebenfalls rein vegane, Restaurant mindestens so toll wie die Veganerie. Die Essensauswahl nicht ganz so reichhaltig und bunt, aber wir fanden dennoch etwas nach unserem Geschmack. Es gab für uns einen scharf gewürzten Salat mit Tofu und Erdnüssen, ein Curry für Lars und eine Quinoa Bowl mit u.a. Edamame, Avocado und Bohnen für Alena. Insgesamt wurde hier mehr Wert auf gesundes, cleanes Essen gelegt. Zum Nachtisch gab es eine Kugel hausgemachtes Schokoeis. 

Siam Paragon Mall

Riesig, modern, teuer – hier in der größten Shoppingmall Bangkoks suchten wir nur nach einer SIM Karte für unseren Aufenthalt in Thailand. Dafür mussten wir vorbei an Cartier, Chanel, Swarovski, Ducati und Porsche! Was ein Erlebnis, das zeigte echt den krassen Kontrast hier in Thailand auf zwischen super arm und super reich. 

The EmQuartier Mall

Eine weitere Luxus-Shoppingmall, die wir allerdings nur von außen sahen. Zu dem Zeitpunkt als wir kamen war der Eingang gesperrt, da ein exklusives Konzert stattfinden sollte. Der ganze Bereich war üppig mit Lichtern weihnachtlich geschmückt und die Architektur ziemlich außergewöhnlich.

Skytrain & Metro

Unsere beiden Hauptfortbewegungsmittel – neben unseren Beinen natürlich. Auch als Tourist sind die Systeme da relativ leicht zu verstehen. Man kauft sich beim Betreten des Bereichs einen Chip oder Karte für die Distanz die man zurücklegen möchte und kann damit durch die Absperrung. Innen sind beide „Züge“ massiv heruntergekühlt und modern mit bilingualer Ansprache der Stationen, zum Glück. 

Lustiger Fakt: Sie halten immer an genau der gleichen Stelle hinter einer Glaswand (Absperrung) und davor gibt es Markierungen, wo man warten soll vor dem Einsteigen. Mit Pfeilen wird dann gezeigt, dass zuerst die Fahrgäste mittig aussteigen sollten, bevor man von der Seite aus den Zug betreten kann. Leider sind beide Zugsysteme nur begrenzt ausgebaut, sodass wir uns damit nicht etwa bis zu den berühmten Tempelanlagen hätten fortbewegen können.

Sukhumvit Road

Diese Straße liefen wir häufig entlang zu den Parks und Restaurants. Hier gab es von morgens bis abends etliche Stände für überwiegend herzhaftes wie süßes Essen (viel Frittiertes, Hühnchen, Fisch, Reis, Sirupgetränke, frisch geschnittenes Obst), Kleidung und Accessoires. Gehwege hörten immer mal wieder plötzlich auf, Motorroller zischten von hinten an einem vorbei (auf den Gehwegen selbst) und Restaurantbesitzer wollten einen in ihre Etablissements locken. Leider kann man in Thailand nicht wirklich einfach stattdessen kleinere Seitenstraßen nutzen um an ein Ziel zu kommen – die sind meistens Sackgassen oder sehr umständlich zu navigieren.

Hua Lamphong Railway Hauptbahnhof

Am zweiten Tag sind wir hierhin gefahren um uns Zugtickets für den Overnight Train von Bangkok nach Chiang Mai zu kaufen. Leider war schon alles restlos ausgebucht und die einzige Möglichkeit war es, sitzend die 14 Stunden über Nacht in einem tuckelnden Zug zu verbringen. Wir überlegten viel hin und her mit dem Fahrplan, hatten unsere nächste Unterkunft schon längst gebucht und daher zeitlich nicht wirklich viel Spielraum. Ein Zwischenstopp samt Übernachtung wäre zeitintensiver und kostspieliger gewesen als ein Inlandsflug – also entschieden wir uns schweren Herzens für diese Option.

Abschließende Gedanken

Auch wenn unsere vorher angelegte Google Map viel reicher bestückt war, machte uns die Großstadt, Hitze, Essensbeschaffung und generelles Planen und Klarkommen so müde, dass wir keine weiten Distanzen auf uns nehmen wollten und eher etwas Kraft sparen mussten. Gepaart damit, dass wir keine erholsamen Nächte hatten und täglich einige Kilometer durch laute Straßen liefen, war das Programm gefühlt trotzdem ziemlich voll.

Am vierten Tag dann checkten wir morgens um 10 Uhr aus (nachdem unsere Wäsche noch schnell über Nacht dort von einem Service gewaschen, getrocknet, gebügelt und zusammengelegt wurde für 1-2 Euro) und nahmen ein Ruftaxi zum etwas älteren Flughafen von Bangkok, von wo aus günstigere und vor allem nationale Flüge gingen. Den Check-In konnten wir selbst an einem Automaten machen, dann gab es im „Food Court“ Bereich noch für 40 Baht (etwa 1 €) Reis mit zweierlei Gemüse sowie eine frische Mango und wir saßen auch schon im Flieger gen Norden.